Ausstellung mit Fotografien von Cubri und JanLeonardo 28. April 2014 bis Ende September 2014

Der amerikanische Künstler Cubri und der Light Art Performance Fotograf JanLeonardo zeigen ihre neuesten Fotografien. Beide trafen sich im Februar diesen Jahres im Botanischen Garten München anläßlich seines 100-jährigen Bestehens um erstmals außergewöhnliche Nachtbilder von seltenen Tropenwaldpflanzen zu kreieren. Diese wurden bei völliger Dunkelheit durch Light Painting geschaffen. Cubri präsentiert zum ersten Mal Spektrallichtfotografien, die er “Light Graffiti” nennt. JanLeonardo zeigt eine Fortsetzung und Weiterentwicklung seiner inzwischen weltbekannten Landschaftsbilder.
Farbe ist eine individuelle visuelle Wahrnehmung, die durch Licht hervorgerufen wird. Die Farbwahrnehmung ist subjektiv durch die Beschaffung von Augen, Empfindlichkeit der Rezeptoren und dem Wahrnehmungsprozess gegeben. Aus der Light Art Performance Photography stammt der Begriff Light Painting. Cubrizeigt zum ersten Mal neue Fotografien von Spektrallicht. In einem komplexen Verfahren wird ein Spektrallichtbogen fotografiert, verzehrt und bearbeitet. Anschließend dann als Graffiti auf verschiedene Hintergründe projiziert und festgehalten. Auf diese Weise scheint das Light Graffiti im dreidimensionalen Raum zu schweben.
Die erste künstlerische Zusammenarbeit zwischen dem US Artist Cubri und JanLeonardo fand im August 2011 statt. Cubri inszenierte damals Szenen, die an surrealistische Traumsequenzen erinnerten. Im Februar 2014 trafen sich die beiden Künstler Cubri und JanLeonardo zu einer erneuten Zusammenarbeit anlässlich des 100-jährigen Bestehens vom Botanischen Garten in München. Zum ersten Mal wurden in den Gewächshäusern tropische Pflanzen mit der neuen Light Art Performance Photography bei völliger Dunkelheit aufgenommen. Die Pflanzen wurden in Großaufnahmen mit verschiedenen Lichtern und Lampen angestrahlt. Hierbei wurden diverse Taschenlampen eingesetzt und mit der Technik des „Lichtmalens“ bearbeitet. Teilweise wurden die Pflanzen surrealistisch und wie Lebewesen in Szene gesetzt.
In einer Light Art Performance Photography ist – neben den drei Dimensionen des Raums – die Zeit als vierte Dimension gewissermaßen eingefroren. Das bietet dem Fotografen die Möglichkeit, sich aktiv in eine Langzeitbelichtung einbringen zu können. Die Zeit dient dabei als Bühne, um viele verschiedene Schritte nacheinander staffeln zu können. Bewegung kommt zur Ruhe und wird zu einem Bild komponiert. Mit künstlichem Licht, Zeit und Kreativität wird das Medium Fotografie zur Höchstform gesteigert: Es kann etwas gezeigt werden, was das menschliche Auge so noch nie gesehen hat.