Aktuelle Ausstellung

Julian Hoffmann

„A Black Car to 11820“

The black car, Julian Hoffmann, 2012

Julian Hoffmann läuft viel herum, geht gerne spazieren und muss sich dabei häufig bücken. Er entdeckt Dinge, die auf der Straße liegen, für die sich kein Mensch mehr interessiert. Er hebt sie auf und trägt seine Fundstücke in sein Atelier. Er muss gar nicht in die Ferne schweifen, um Interessantes zu finden, das andere wegwarfen, da es für sie belanglos geworden ist. Er findet die unterschiedlichsten Dinge direkt vor seinen Füßen. In seinem Atelier setzt Julian Hoffmann die einzelnen Elemente zusammen, verbindet und fixiert sie und bringt Farbe ins Spiel. So lässt er gleichsam aus dem Abfall Neues entstehen – wie beispielsweise eine Sonne, wo anfangs nur ein gelber Fleck war. Er verknüpft die Energien verschiedener Stofflichkeit, Farbe und Form in einem Bild oder Relief, einer Collage oder Skulptur. Er kreiert Formen voller Lebendigkeit.

Julian Hoffmann, Meister drastischer Transformationen, hat mit seinem künstlerischem Talent und seiner phantasievollen Inspiration aus den Resten unserer Konsumwelt neue Werke geschaffen, die bezaubern. Seine Arbeiten tragen viele Facetten. Sie sind mehrschichtig. Verschiedene Ebenen überlagern sich. Bildträger, wie z.B. Holz, werden mit fremden Materialien collagiert. Eine Flut von Wörtern, Phrasen und Buchstaben besetzen seine Bilder. Erfahrungen einer entzauberten Welt verändert Julian Hoffmann mit seiner Freude am Spielerischen. Er schafft eine Welt voller Geheimnisse und Assoziationen und versteckt in seinen Arbeiten Botschaften und Symbole, wie seine Blume, das Auto und die Zahl 11820.

Duchamp´s Readymade ist als Konzept und Strategie vielfach von Künstlern übernommen worden. Man nehme ein Alltagsding und füge etwas hinzu. Bei Julian Hoffmann wird das Fundstück ergänzt und damit in eine weitere Bedeutungsebene gehoben. Durch seine Kreativität entsteht somit etwas völlig Neues. Jemand sagte einmal zu Duchamp: „Das kann doch jeder, auch ich!“ „Nein.“ sagte Duchamp. „Warum denn nicht?“ „Weil du kein Künstler bist.“, erwiderte Duchamp.

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